Geschichte

Schweift man um Jahrhunderte zurück, auf der Suche des Ursprungs des heutigen Hotel la Stua, so stößt man auf die Herrlichkeit der Seerepublik Venedig… seltsam? Ein bisschen schon, aber leicht erklärbar.

Venedig genoss am Höhepunkt ihrer Pracht ein Jahrhundert großen Glanzes dank der Macht ihrer Flotte, der Ausrüstung, des Könnens der Venezianer die Meere zu besegeln, der großartigen Organisation, dem Feingefühl der Dogen, die über Venedig, Hauptstadt der Welt und Herrin der Meere, regierten. Eine reiche und weise Stadt, die aber nie üppig war, sondern bedachtsam und besonnen.

In diese venezianische Rationalität fügt sich die Geschichte des Hotel la Stua ein.

Die mächtige Flotte benötigte stets verbessert und erneuert zu werden, die Tonnagen vervielfachten sich und die Bäume mussten immer höher und mächtiger sein, um den starken Winden in den immer größeren Segeln stand zu halten.

Damals kannte man weder die Karbonfaser, noch das Kevlar, das Aluminium oder das Ergal… man wusste jedoch von den Wälern des Cansiglio und den Wäldern des Fiemmetals mit seinen wunderschönen, geraden und elastischen Bäumen, die bis zu 40 und 50 Meter hoch wurden.

Diese Bäume bestehen aus einer Faser, die wasser- und salzfest ist und die den Stürmen der Meere stand hält, die unterschiedlich einsetzbar und um Fundamente in der Tiefe herzustellen unersetzlich ist. So “steht” denn auch Venedig zu einem Großteil auf Fichten des Fiemmetals.

Das heutige Hotel la Stua trug über Jahrhunderte den Namen Gastwirtschaft/Wirtshaus VENEZIA.

Weswegen? Die von den Dogen hierhin gesandten Holzkäufer übernachteten, unterschrieben Verträge und fanden sich natürlich im Wirtshaus VENEZIA ein.

Nur wenige Schritte davon entfernt steht noch heute der Palazzo der MAGNIFICA COMUNITA’ GENERALE DI FIEMME (die Herrliche Gemeinschaft von Fiemme), wo der Verwaltungssitz der Gemeinschaft der Wälder des Tales war. Hier wurden Verträge ausgehandelt, Siegel gedruckt und das Fällen der Bäume geplant und organisiert. Kurz, das Wirtshaus VENEZIA könnte die heutige Börse sein, der Treffpunkt der Geschäftsmänner und Handelsvertreter.

Im Verlauf der letzten zehn Jahre war das Hotel immer im Wandel begriffen, dies um ihm das Flair des Alter zu verleihen. Seine Pracht ist nun durch Möbel seltener Schönheit, fünfhundertjähriger Stuben, jahrhundertealten Felsen, antike Bilder und wertvolle Skulpturen, offene Cheminées und Keramiköfen gegeben, ein Haus, dessen Geschichte durch ebendiese geschrieben worden ist.